Tödliche Überdosis nach ChatGPT-Rat: Eltern eines verstorbenen Teenagers verklagen OpenAI
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Tödliche Überdosis nach ChatGPT-Rat: Eltern eines verstorbenen Teenagers verklagen OpenAI
Im Frühjahr 2025 ist in den USA ein 19-Jähriger an einer Überdosis gestorben. Zu dem tödlichen Drogenmix soll ihm ChatGPT geraten haben. Die Eltern des verstorbenen Teenagers haben jetzt Klage gegen Anbieter OpenAI eingereicht.
Von
Jörn Brien
13.05.2026, 20:44 Uhr
•
2 Min.
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ChatGPT: Die Eltern eines verstorbenen Teenagers haben Klage gegen OpenAI und CEO Altman eingereicht. (Bild: MeshCube/Shutterstock)
In den USA haben in den vergangenen Monaten mehrere Familien ChatGPT-Anbieter OpenAI verklagt. Sie machen
den KI-Chatbot mitverantwortlich
für Suizide ihrer Angehörigen. Das KI-Tool habe die Betroffenen in ihren Suizidgedanken bestärkt oder sie sogar bei der Planung unterstützt,
so der Vorwurf
.
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Klage gegen OpenAI und ChatGPT
Jetzt ist ein neuer Fall bekannt geworden, bei dem ChatGPT eine Mitschuld an dem Tod eines Teenagers zugewiesen wird. Wie
Reuters berichtet
, haben die Eltern eines 19-Jährigen, der Ende Mai 2025 an einer Überdosis gestorben war, OpenAI und dessen Gründer und CEO Sam Altman verklagt.
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Der
Klageschrift
(via Ars Technica) zufolge werfen die Eltern dem KI-Anbieter vor, dass dessen Chatbot den jungen Mann ermutigt haben soll, eine gefährliche Mischung aus Drogen, Alkohol und Medikamenten einzunehmen. Dieser Drogencocktail habe letztlich zu dem Tod des 19-Jährigen geführt.
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Drogenmix: Gefährlicher ChatGPT-Rat
Konkret soll der Mann eine hohe Dosis Kratom eingenommen haben, eine pflanzlichen Substanz, die eine ähnliche Wirkung haben soll wie Opioide. Als ihm daraufhin übel wurde, konsultierte er ChatGPT. Der KI-Chatbot riet auf Nachfrage zur Einnahme des Beruhigungsmittels Xanax.
ChatGPT soll zwar zunächst vor der Kombination aus Kratom und Xanax gewarnt, dem Mann aber schließlich sogar eine Dosierungsempfehlung gegeben haben. Letztlich soll der Mix der Substanzen plus Alkohol den Tod des 19-Jährigen verursacht haben. Laut Klage sei er erstickt.
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KI-Chatbot als Drogenberater
Problematisch an dem Fall ist derweil, dass der junge Mann ChatGPT in den Monaten vor seinem Tod als eine Art Drogenberater genutzt haben soll. Der KI-Chatbot soll personalisierte Empfehlungen zu bestimmten Drogen und deren Beschaffung gegeben haben – basierend auf den jeweils gewünschten Erfahrungen, wie Reuters schreibt.
Die Eltern des Verstorbenen fordern von OpenAI jetzt Schadensersatz. Die Höhe soll während des möglichen Prozesses bestimmt werden. Die Klage bringt „wrongful death“ als Vorwurf ins Spiel, was im Deutschen soviel wie „fahrlässige Tötung“ bedeuten würde.
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Vorwurf: GPT-4o überstürzt gelauncht?
Konkret wird OpenAI-Chef Altman vorgeworfen, die Veröffentlichung von GPT-4o überstürzt zu haben. Speziell dieses 2024 gelaunchte Modell soll es dem Verstorbenen ermöglicht haben, sich Informationen über Drogen zu besorgen.
Ein OpenAI-Sprecher erklärte, das Ganze sei „herzzerreißend“. Die betroffene frühere ChatGPT-Version sei aber
nicht mehr verfügbar
. Und: Aktuelle Versionen seien sicherer und würden entsprechende Ratschläge nicht mehr geben.
OpenAI soll ChatGPT Health stoppen
Die klagenden Eltern wollen aber darüber hinaus, dass OpenAI die aktuelle Einführung von ChatGPT Health stoppt. Die Plattform erlaubt das Hochladen persönlicher medizinischer Daten, um personalisierte Gesundheitsberatungen zu erhalten.
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6 Bilder ansehen
Apple Intelligence: In diesen 6 Fällen lag die KI daneben
Quelle: Foto: Volodymyr TVERDOKHLIB/Shutterstock
Hier sollen zunächst unabhängige Prüfer:innen die Sicherheit testen. Laut OpenAI nutzen täglich rund 40 Millionen Nutzer:innen weltweit ChatGPT, um Fragen zum Thema Gesundheit zu stellen.
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